HKR Kitzbühel

Braathen, Hallberg und Österreich beim Training am Ganslern

14.01.2026

Am letzten möglichen Trainingstag vor dem Rennen am 25. Jänner nützten sechs Weltcup-Athleten einen kitschig schönen Vormittag, um sich mit dem Ganslern (wieder) vertraut zu machen.

Der 14. Jänner war bislang wohl einer der schönsten Tage dieses Jahres: strahlender Sonnenschein, blitzblauer Himmel, angenehme Temperaturen und ausreichend Schnee. Was kann es Schöneres geben, als einen Vormittag auf Skiern zu verbringen? So mögen viele Wintersportfans gedacht haben – nicht aber ein Sextett am Ganslernhang. Für Pulverschnee und Pistenzauber hatten Adrian Pertl, Michael Matt, Dominik Raschner, Simon Rueland, Eduard Hallberg und Lucas Braathen nichts übrig. Sie absolvierten jeweils bis zu sechs Slalomdurchgänge, um sich bestmöglich auf das Rennen am 25. Jänner vorzubereiten.

Vor allem der Kärntner Adrian Pertl verbindet mit dem Ganslern schöne Erinnerungen: 2020 fuhr er mit Startnummer 73 (!) auf Platz acht und führte das Klassement im zweiten Durchgang zwischenzeitig sogar an. Derzeit durchlebt er jedoch eine sportliche Krise. „Und gerade in solchen Momenten denkt man gerne zurück, wie schön es ist, vorne mitzufahren und am Leaderstuhl zu sitzen.“ Auch wenn er in dieser Saison noch kein Ergebnis einfahren konnte, freut er sich immer aufs Training: „Weil ich mich verbessern will und endlich wieder aufschließen möchte.“

Lucas Pinheiro Braathen verbindet mit Kitzbühel eine etwas längere Geschichte, denn sein Vater lebte einige Jahre in der Stadt: „Es ist einer der ersten Orte, an denen ich Ski gefahren bin.“ Der Ganslernhang ist für den Norweger pure Tradition: „Du spürst bei jedem Schwung, dass du auf einer legendären Strecke unterwegs bist. Jeder Lauf, jedes Training hier ist ein Privileg.“ Die Bedingungen elf Tage vor dem Rennen sagten Braathen zu: „Die Strecke ist sehr gleichmäßig. So etwas haben wir im Weltcup nicht oft. Der Schnee ist etwas trockener und du spürst sofort, wie er reagiert – das hilft mir sehr.“

Dominik Raschner wünscht sich, dass die Strecke bis zum Rennen noch härter wird. Mit seinen Läufen war er zufrieden: „Ich muss es mir nur zutrauen, dann mache ich tendenziell weniger Fehler, als wenn ich vorsichtiger fahre.“ Der Finne Eduard Hallberg fand das Training „really good“. Die Strecke sei zwar nicht so eisig gewesen, wie sie es beim Rennen sein werde, trotzdem sei die Einheit auch für ihn „ein Privileg“. Oder – wie es Simon Rueland formulierte – einfach „so cool“. Der Tiroler gab 2017 sein Weltcup-Debüt auf dem Ganslernhang, allerdings nur ein kurzes: „Die erste Kante habe ich auf Zug probiert und dabei zu viel riskiert.“ Das soll ihm am 25. Jänner nicht noch einmal passieren. 

Tickets für den Slalom gibt es hier.

Foto © K.S.C./shootmeup, KSC/alpinguin


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