HKR Kitzbühel

Freundlich, bestimmt und unbestechlich

20.01.2026

Ob Athlet, Trainer oder neugieriger Fan – wer in diesen Tagen ins Starthaus auf dem Hahnenkamm möchte, kommt an Manfred Berger nicht vorbei. Seit 20 Jahren sorgt der Kärntner mit seiner Pisten-Security für Sicherheit und Orientierung entlang der Rennstrecken.

Für Hunderte – womöglich sogar Tausende – Fans der Hahnenkamm-Rennen ist Manfred Berger in diesen Tagen die erste Ansprechperson am Berg. Seit 12. Jänner sichert der Kärntner mit dem sonnigen Gemüt den Zugang zum Starthaus und zur Red Bull Energy Station. Die Frage „Darf ich nur einmal kurz hinunterschauen?“ zählt zu den am häufigsten gestellten der Wintersportler: „Die höre ich am Tag sicher 50 Mal“, sagt der Veldner – und hat volles Verständnis für den Wunsch. „Den Rest des Jahres ist der Bereich direkt beim Starthaus ein beliebter Fotopoint Richtung Mausefalle.“ Während der Rennwoche ist dieser Bereich allerdings exklusiv den Akkreditierten vorbehalten. Ein Blick von Manfred Berger auf die unterschiedlichen Akkreditierungen in fünf verschiedenen Farben genügt, und er weiß, wer hinein darf und wer nicht.

Seit mittlerweile 20 Jahren ist Manfred Berger mit seiner Pisten-Security bei den Hahnenkamm-Rennen im Einsatz. Im Gegensatz zu den Mitarbeitern bei den Publikums­eingängen im Zielbereich haben seine  bis zu 60 Mitarbeiter in erster Linie mit Athleten, Trainern, Serviceleuten sowie Mitarbeitern des Kitzbüheler Ski Clubs und der Bergbahn zu tun. „Wir passen darauf auf, dass nur jene in den Startbereich und auf die Rennstrecke dürfen, die auch dafür akkreditiert sind.“ An den Renntagen wird zusätzlich die Eintrittskarte jener Fans gescannt, die direkt an der Strecke zusehen wollen. Bis 2020 konnten Tickets auch direkt bei den Mitarbeitern der Pistensecurity gekauft werden, mittlerweile erledigen das die Fans selbst über den Webshop. Für den Samstag gibt es allerdings keine Karten mehr.

Neben den Zutrittskontrollen fungieren Manfred Berger und sein Team vor allem als freundliche Auskunftspersonen. „Wir sind keine Türsteher mit grimmigem Gesicht“, lacht der Kärntner. „Die Leute wollen wissen, wie sie sicher ins Tal kommen oder wo sich an der Strecke die beste Position zum Zuschauen befindet.“ Hin und wieder wird dabei auch „mit einem Stapel 200er gewunken“, erzählt Berger schmunzelnd. „Nur um ein paar Schwünge auf der Streif fahren zu können. Aber auch das verstehe ich – sie ist nun einmal die attraktivste Rennstrecke der Welt.“

Manfred Berger selbst ist staatlich geprüfter Skilehrer und Ausbildner. Nach 20 Jahren am Arlberg, in Saalbach und auf der Gerlitzen hatte er allerdings genug vom Unterrichten – nicht aber vom Schnee und von den Bergen. „Also habe ich Österreichs erste Securityfirma gegründet, die sich auf Skirennen und Skigebiete spezialisiert hat.“ Und im Sommer tauscht Manfred Berger den Schnee gegen seine flüssige Variante und betreibt am Wörthersee eine Segel- und Motorbootschule.

Foto © K.S.C./alpinguin


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