HKR Kitzbühel

Muskelkraft und Leidenschaft

02.01.2026

Am 2. Jänner wurde es entlang der Streif geschäftig. Die Teams Piste und Sicherheit begannen mit den Arbeiten und zwei Pistengeräte der Bergbahn Kitzbühel schoben den Schnee dorthin, wo er gebraucht wird. 

Während sich viele Wintersportler noch mitten in den Ferien befinden und die Pisten rund um den Hahnenkamm unbeschwert genießen, begannen auf der Streif mit dem Jahreswechsel die intensiven Vorbereitungen auf die beiden Speed-Rennen am 23. und 24. Jänner. Für das Team Sicherheit wurde es bei 5 Grad unter null umgehend schweißtreibend, denn es musste das Bodenseil in der Mausefalle ausgegraben werden. Im Schnee zu buddeln ist schon im flachen Gelände anstrengend, aber bei einem Gefälle von bis zu 85 Prozent wird es zur Schwerstarbeit. Das Seil wird erst freigelegt, um anschließend (mit Karabinern) die A-Netze damit zu verbinden. Gemeinsam mit Gleitplanen soll diese Absicherung den Athleten einen optimalen Schutz bieten.  

25 Mann stellte das Team Sicherheit am Freitag, Daniel ist einer davon: „Die Vorfreude am 2. Jänner mit den Arbeiten beginnen zu können, ist schon groß. Jede Aufgabe hat ihren Reiz und endlich kommt man wieder mit vielen Freunden zusammen, die man sonst über das Jahr nicht oft sieht.“ Zu tun gibt es bis zum ersten Training (voraussichtlich) am 20. Jänner noch reichlich: So sind u.a. 17 Kilometer Sicherheitsnetze, 180 Aufprallschutzmatten und 155 Luftkissen zu montieren – und zu transportieren. Dafür sorgt u.a. Jakob mit seinem Ski-doo, der den ganzen Tag den Hahnenkamm bergab und bergauf düst. „Von Pickeln und Schaufeln über Netze, Planen und Schläuche bis zu Wasserwerfern, wir bringen alles dorthin, wo es gebraucht wird. Bis zu vier Ski-doos sind im Einsatz.“ So fordernd die Aufgabe im steilen Gelände auch sein mag, für Jakob stehen Zusammenarbeit und Zusammenhalt im Vordergrund. 

Ganz ähnlich sieht es Johann vom Pistenteam im Steilhang. Fast ein Vierteljahrhundert arbeitet er beim Hahnenkamm-Rennen schon mit. Lieblingsaufgabe hat er in diesem Respekt einflößenden Streckenabschnitt auf der Steif keine: „Ganz egal, ich mag alles, was dazugehört.“ Freitagfrüh etwa sicherte er die Steilhang-Einfahrt, zusätzlich zu einem Zaun, während ein Pistengerät mit der Schneeverteilung beschäftigt war. Derselbe Vorgang war auch unterhalb der Hausbergkante zu beobachten: Die Verteilung der von der Bergbahn Kitzbühel erzeugten Schneehügel.

Die Stimmung an der gesamten Strecke ist drei Wochen vor dem ersten Rennen sehr gut, so steil und so anstrengend kann es für die Teams gar nicht sein: „Der Skisport ist unsere Leidenschaft und deshalb sind wir jedes Jahr so gerne dabei“, sagt Johann. 

Tickets für die Rennen gibt es im Webshop, der Eintritt an den Trainingstagen und beim Juniors Race (21. Jänner) am Ganslern ist frei. 

Foto © K.S.C./alpinguin

 


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