HKR Kitzbühel

Neue ORF-Doku zum Thema Sicherheit

08.01.2026

Am 21. Jänner zeigt der ORF die neue Dokumentation „Nach dem Sturz“. Darin widmet sich Lisa Gadenstätter den umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen bei den Hahnenkamm-Rennen und trifft unter anderem die verunfallten Hans Grugger, Daniel Albrecht und Jacob Schramm.

Bereits 2024 sorgte Lisa Gadenstätter mit der ORF-Dokumentation „Die stillen Helden der Streif“ für ein sehr positives Echo. Die Produktion kam nicht nur beim Publikum gut an, sondern auch bei den vielen Beteiligten der Hahnenkamm-Rennen, die darin – noch dazu in der Primetime – vor den Vorhang geholt wurden.

In den vergangenen Wochen arbeitete die Journalistin an einer neuen Doku, für die es erneut auf den Hahnenkamm ging. Titel: „Nach dem Sturz“. Ausgestrahlt wird sie am 21. Jänner um 20.15 Uhr in ORF 1 (und danach auf Abruf bei ORF ON). Lisa Gadenstätter beleuchtet darin die Sicherheitsvorkehrungen auf der Streif und zeigt, welche Rädchen ineinandergreifen, wenn ein Läufer zu Sturz kommt und Hilfe benötigt.

Gedreht wurde unter anderem am 7. Jänner direkt an der Mausefalle – gemeinsam mit Professor Kurt Schindelwig von der Universität Innsbruck. Der Biomechaniker vermisst im Vorfeld mit einem Winkelmesser sämtliche Sprünge auf der Streif, um deren Weite zu berechnen. Wird die Gefahr für die Athleten zu groß, greift das Pistenteam ein und entschärft die Strecke.

Darüber hinaus begleitet die Doku die Generalprobe des Sicherheitstrainings der Bergrettung Kitzbühel, zeigt Aufgaben und Standorte von Notärzten, Sanitätern und Rettungshubschrauber-Piloten während der Rennen und lässt zahlreiche Experten zu Wort kommen. Lisa Gadenstätter spricht unter anderem mit Urs Lehmann von der FIS, KSC-Generalsekretär Jan Überall („Sicherheit geht vor Spektakel“) sowie mit drei Athleten, die auf der Streif schwer zu Sturz gekommen sind.

„Jeder, mit dem ich für die Doku gesprochen habe, hat gesagt: Die Hahnenkamm-Rennen sind, was die Sicherheit anbelangt, ein absolutes Vorbild“, zieht die Salzburgerin Bilanz. Jacob Schramm, der sich im Vorjahr gleich mehrere Kreuzbänder gerissen hat, berichtet davon, wie schnell ihm auf der Strecke geholfen wurde und wie sehr ihn die professionelle Betreuung beruhigte. Lisa Gadenstätter besuchte ihn auch während seiner Reha.

Besonders eindrucksvoll waren für sie die Gespräche mit Hans Grugger und Daniel Albrecht, die beide ihre Karrieren infolge schwerer Stürze auf der Streif beenden mussten: „Beide haben mir von den Momenten des Aufwachens erzählt und von ihrer fehlenden Erinnerung. Daniel Albrecht wusste nicht einmal mehr, wie er heißt, und musste wie ein Kind alles neu lernen.“ Während Jakob Schramm noch an seinem sportlichen Comeback arbeitet und für ihn etwa die Olympischen Spiele 2030 ein Ziel sind, ist Hans Grugger und Daniel Albrecht die Rückkehr ins zivile Leben längst gelungen: Der Salzburger ist heute Lehrer, der Schweizer betreibt ein Unternehmen, das sogenannte Mondhäuser errichtet.

„Alle drei Athleten haben gesagt, sie hatten Glück im Unglück, dass ihnen der Unfall auf der Streif passiert ist. Woanders hätte es auch ganz anders ausgehen können“, erzählt Lisa Gadenstätter. Noch etwas fiel ihr bei den Gesprächen auf: „Sie wissen alle, dass es ein Hochrisikosport ist – und nehmen das Restrisiko bewusst in Kauf.“ 


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