Premiere für die Virtus Open auf dem Kitzbüheler Horn
Von 4. bis 7. Februar gastieren die Virtus Open erstmals in Kitzbühel. An der internationalen Rennserie nehmen Sportlerinnen und Sportler mit mentaler Beeinträchtigung, Trisomie 21 und Autismus teil. Auf dem Programm stehen Super-G, Riesentorlauf und Slalom. Bereits am Samstag nutzten fünf österreichische Athletinnen und Athleten das Kitzbüheler Horn zu einer Trainingseinheit.
Während auf dem Hahnenkamm direkt gegenüber die Vorbereitungen für die 86. Hahnenkamm-Rennen laufen, kündigt sich auf dem Kitzbüheler Horn bereits das nächste Ski-Event an. Die Virtus Open, die der Kitzbüheler Ski Club gemeinsam mit dem Österreichischen Behindertensportverband zwischen 4. und 7. Februar veranstaltet, bringen internationalen Skisport für Menschen mit mentalen Beeinträchtigungen nach Kitzbühel.
Bei den Virtus Open handelt es sich um eine internationale Rennserie, die sich sehr eng am Hochleistungs- und Kadersport orientiert. Neben Titeln und Medaillen ist vor allem die internationale Vergleichbarkeit der Leistungen eines der zentralen Ziele. In dieser Saison gastiert die Serie neben Kitzbühel auch in Italien, Frankreich und den USA.
Am Samstag trainierten auf dem Kitzbüheler Horn die Brüder Lukas und Thomas Moser, die Lokalmatadore aus Aschau in der Gemeinde Kirchberg, Eva-Maria Dünser aus Vorarlberg sowie Markus Grameiser aus Seefeld und Michael Konrad aus Arzl im Pitztal. Gesteckt war ein Riesentorlauf mit 37 Toren. Der Start befand sich knapp unterhalb der Hornkapelle, das Ziel etwas unterhalb des Alpenhauses.
„Die Strecke ist geil“, sagte Eva-Maria Dünser nach ihren ersten beiden Läufen. Sie freut sich bereits darauf, im Februar unter Wettkampfbedingungen wieder an den Start zu gehen. Bis dahin heißt es intensiv trainieren, denn das Ziel der 27-Jährigen ist klar: „Gewinnen.“
Auch Thomas Moser blickt den Virtus Open mit Vorfreude entgegen. Seine Paradedisziplinen sind Riesentorlauf und Slalom, wobei er die engen Stangen etwas lieber fährt. „Der Hang gefällt mir sehr gut“, sagt der 14-Jährige, dessen Vorbilder Marco Schwarz und Manuel Feller heißen. Mit einem Platz unter den Top drei wäre er bei den Virtus Open zufrieden.
Auf dem Programm der Virtus Open am Kitzbüheler Horn stehen ein Super-G am 5. Februar, ein Riesentorlauf am 6. Februar sowie ein Slalom am 7. Februar. Der Eintritt ist frei und die Veranstalter rechnen mit rund 50 Sportlerinnen und Sportlern aus acht Nationen.
Wie die Sportler ist auch Paula Grameiser-Scherl vom Österreichischen Behindertensportverband voller Vorfreude: "Die Virtus Open in Kitzbühel bedeuten für mich und unser Team weit mehr als ein Rennen – sie stehen für jahrelange Aufbauarbeit, für gelebte Inklusion und für das klare Ziel, Ski Alpin im Mentalbehindertensport paralympisch zu machen. Hier zeigen unsere Athlet:innen, dass sie absolute Höchstleistungen erbringen können.“



