„Römisch Eins“ für die Streif-Vorbereitung
Ideale Bedingungen, modernste Technik und ein eingespieltes Team: Auf der Streif laufen die Vorbereitungen bislang planmäßig.
„Römisch Eins“ – diese Note würde Herbert Hauser den bisherigen Vorbereitungsarbeiten geben. Von seinen rund 50 Mitarbeitern im Pistenteam über das große Engagement der Bergbahn Kitzbühel bis hin zum Wetter: „Es ist wirklich so, dass die Voraussetzungen bislang ideal gewesen sind“, sagt der Streif-Pistenchef am Dienstag vor dem Starthaus auf dem Hahnenkamm.
Während des Gesprächs schweift sein Blick immer wieder zu einem neuen Arbeitsgerät von KitzSki - zu "einer 800“, wie er sie nennt. „Sie ist zwar schwerer und nicht ganz so wendig, hat aber deutlich mehr PS und kann ganz niedertourig mit enormen Schneemengen den Berg hinauffahren, ohne überlastet zu sein“, erklärt Hauser. Beeindruckende 612 Pferdestärken treiben die Maschine an – und bereiten dem Streif-Chef sichtlich Freude.
Die Strecke selbst ist inzwischen vom Start bis ins Gschöss rennfertig. Am Mittwoch folgen Hausberg, Querfahrt und Zielschuss, am Donnerstag der Mittelteil. „Ende der Woche sollte die gesamte Streif rennfertig sein“, zeigt sich Hauser zuversichtlich.
Am Anfang stand eine ideale Schneeproduktion der Bergbahn, mit der bereits im November begonnen werden konnte. „Der Großteil der Strecke besteht aus Maschinenschnee. Der Neuschnee der vergangenen Tage ist ideal für die Sturzräume“, erklärt der Auracher.
Während die „800er“ am Starthang präpariert, wird ein Sprung weiter unten die Mausefalle für den Maschineneinsatz vorbereitet. Dafür bewässert das Pistenteam den Schnee, um ihn noch kompakter zu machen. Das Ziel ist stets dasselbe: eine möglichst harte, gleichmäßige Rennstrecke. Denn nur so finden alle Athleten – von Startnummer 1 bis zum letzten Läufer – die gleichen Bedingungen vor.
Im Lärchenschuss hingegen ist weniger Pferdestärke als vielmehr Muskelkraft gefragt. Hier montiert das Sicherheitsteam rund um Tom Voithofer zahlreiche Airfences. Ein einziges dieser Luftkissen bringt dabei bis zu 170 Kilogramm auf die Waage.
Gewissenhaft gearbeitet wird an diesem Dienstag auch am Ganslernhang. Am Mittwoch steht hier der letzte mögliche Trainingstag an – und er soll von den Teams auch genutzt werden. Ein solcher Trainingstag ist dabei nicht nur eine wichtige Standortbestimmung für die Läufer, sondern ebenso für das Pistenteam. Denn im Bedarfsfall kann am Ganslern freilich noch gefeilt werden.
Trotz der bislang so reibungslosen Arbeit, wagt Herbert Hauser noch keinen Blick in die Rennwoche ab 19. Jänner. Selbst wenn sich die Großwetterlage nach einigen Computermodellen nicht mehr ändern sollte, bleibt er abwartend: „Ich weiß genau, wozu das Wetter fähig ist und wie schnell sich die Situation innerhalb kürzester Zeit komplett ändern kann“, spricht er aus langjähriger Erfahrung.
Für den Slalom am 25. Jänner sind übrigens ebenso noch Tickets erhältlich wie für den Super-G am 23. Jänner. Der Samstag ist bereits ausverkauft. Tickets gibt es im offiziellen Webshop.
Foto © K.S.C./alpinguin



