Semifinale auf Streif und Ganslern
Eine Woche vor dem ersten Abfahrtstraining gleicht der Hahnenkamm einem Ameisenhaufen. Von Startbereich bis ins Ziel wird unaufhörlich gearbeitet.
Mit Montag, dem 12. Jänner, begann auf Streif und Ganslern die sogenannte Semifinalwoche“ also die Woche vor der Rennwoche. An allen Ecken und Enden geht es jetzt richtig zur Sache, um zwei Rennstrecken und zwei Stadien für die Hahnenkamm-Rennen zu erstellen.
Auf den Rennstrecken sind zu Wochenbeginn gleich drei Pistenmaschinen der Bergbahn Kitzbühel im Einsatz – zwei auf der Streif, eine auf dem Ganslernhang. Das Ziel ist beiderorts dasselbe: den Neuschnee entweder aus der Strecke zu bringen oder mit dem – bereits bestehenden – technischen Schnee zu verbinden. Dafür wird Wasser beigemengt, damit die Schneekonsistenz leichter zu verarbeiten und dichter ist.
An der Mausefalle ist an diesem Montagvormittag das Sicherheitsteam voll gefordert. Es gilt die bis zu 140 Kilogramm schweren Luftkissen (Airfence) an Ort und Stelle zu bringen. In abschüssigem und rutschigen Gelände – direkt vor der Sprungkante – wahrlich keine einfache Aufgabe. Sicherheitschef Tom Voithofer strahlt aber die gewohnte Ruhe aus: „Heuer ist es super zum Arbeiten, denn wir haben überall genug Schnee und der Neuschnee hilft uns bei den Sturzräumen.“ Seit 2. Jänner ist er mit bis zu 30 Leuten am Hängen, Montieren und Verknoten: „25 Mann arbeiten an der Abfahrtsstrecke, bis zu vier Leute an der Einfahrtsstrecke auf der Ochsalm und drei sind mit den Ski-doos unterwegs.“
Bis zum ersten Abfahrtstraining hängen auf vier Kilometer A-Netze, auf 17 Kilometer sind B-Netze montiert und dazu kommen 180 Aufprallschutzmatten und 180 Airfence. Und würde man ab dem 26. Jänner wieder alles unbenutzt abbauen können, wäre niemand beleidigt.
Karten für die Rennen gibt es exklusiv im Webshop. Vor Ort wird es keinen Ticketverkauf geben.
Foto © K.S.C./alpinguin



