HKR 2018

Hias Leitner ein 80er

Hias Leitner ein 80er
22.09.2015
Lieber Hias! Wir wünschen Dir alles Gute zum Geburtstag!  Am Dienstag, 22. September darf gratuliert werden. Die Kitzbüheler Skilegende Hias Leitner wird 80. Kaum zu glauben, wenn man Hias gegenüber sitzt. Top fit ist er und „nachgeben“ ist auch nichts für ihn. Im Sommer spielt er Golf, wandert, schwimmt und im Winter ist er, noch immer flott, auf den Skipisten unterwegs.

Man nennt ihn gemeinsam mit anderen Namen des österreichischen Skisports, den „Hias“ Leitner. Zuerst ist das Wunderteam mit Toni Sailer, Christian Pravda, Anderl Molterer, Ernst Hinterseer und Fritz Huber. Dann werden aber Leonhard Stock, Stephan Eberharter, Manni Pranger oder Benjamin Raich genannt, um nur einige Namen in Erinnerung zu rufen. Durch seine Schule gingen Olympiasieger und Weltmeister. 30 Jahre lang war Leitner Erfolgstrainer im Tiroler Skiverband. Nach seinem sportlich größten Triumph, Slalom-Silber bei den Olympischen Spielen 1960 in Squaw Valley, holte er sich Erfahrung und Feinschliff in den USA, wo er dreimal den Titel „Profi-Weltmeister“ holte.

Seit 1951 ist Leitner Mitglied im Kitzbüheler Ski Club. Aufgrund einiger besonderer Siege und Erfolge gehört er zweifelsohne zu den Allzeitgrößen der Skigeschichte. 1952 etwa kürte er sich in Zell am See zum Österreichischen Meister und Jugendmeister. Im selben Jahr fuhr übrigens Christian Pravda bei den Olympischen Winterspielen von Oslo zu Silber und Bronze. Vier Jahre später folgte der Vierfach-Juniorenmeistertitel in Lienz. Bei der „Vor-WM“ in Bad Gastein gelang ihm 1957 der Sieg in der Abfahrt. Ebenfalls 1957 siegte er beim Goldcup in Davos/Parsenn. Obwohl der Hias schon in jungen Jahren recht erfolgreich war, ist er dennoch immer der einfache Kitzbüheler geblieben. „Ich wünsche mir nur ein friedvolles Leben ohne Kriege und bei guter Gesundheit.“ Genau diese Bescheidenheit dürfte Grund für seine weiteren Erfolge gewesen sein. 1958 konnte er sich nicht nur über seinen zweiten Goldcup-Sieg von Davos/Parsenn (SUI) freuen. Zwei zweite Plätze in Kitzbühel (Slalom und Kombination) beim Hahnenkamm-Rennen und der zweite Platz beim Slalom von Wengen brachten ihn erstmals bei Renn-Klassikern aufs Podest. Im Jahr 1959 konnte er in Wengen seinen zweiten Platz aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen und siegte beim „Weissen Band“ im schweizerischen St. Moritz. Zum Drüberstreuen sicherte er sich den österreichischen Meistertitel in Abfahrt und Riesenslalom. Konnte Leitner als 17jähriger über die Olympiamedaillen des Christian Pravda jubeln, so durfte er sich bei den Spielen von Squaw Valley im Jahr 1960 „seine“Silbermedaille für Platz zwei im Slalom umhängen lassen. Nun durfte er sich Vize-Olympiasieger und Vizeweltmeister nennen. Was für ein Gefühl. Dem nicht genug, stand er noch im selben Jahr bei zwei weiteren Rennen ganz oben am Treppchen. Einerseits als Sieger des Arlberg-Kandahar-Rennens in Sestriere (ITA) und andererseits als Triumphator des legendären Lauberhornrennens in Wengen (SUI). Dort schnappte er sich auch noch Rang zwei in der klassischen Kombination. Zudem wurde er in diesem Jahr als US Harriman-Cup-Sieger und nordamerikanischer Meister gefeiert. Weitere Höhepunkte seiner Karriere waren der Sieg in Madonna di Campiglio (ITA) 1962 sowie seine drei Profi-Weltmeistertitel 1966, 1967 und 1968. Es wäre nicht der Hias, hätte er nach seinem Karriereende im Jahr 1972 dem Skisport für immer ade gesagt. Dazu liebte er seinen Sport viel zu sehr.

Im Tiroler Skiverband und beim ÖSV hat Hias Leitner bis 1999 ganz eindeutig seine Erfolgs-Spuren hinterlassen, wie die Triumphe der späteren Olympiasieger Leonhard Stock, Stephan Eberharter und Benjamin Raich zeigen. Dem Ruf der weiten Welt konnte er in den Siebzigern nicht widerstehen und heuerte als Cheftrainer in Japan an. Mit Sportfreunden wie Ernst Hinterseer, Anderl Molterer oder Fritz Huber befährt er auch heute noch gern die Streif. Nicht im Renntempo, aber mit viel Genuss. Genauso wie im Leben. Der Golfsport ist seine zweite Leidenschaft.

GEBOREN 22. September 1935 in Kitzbühel CLUB KSC Mitglied seit 1951 FAMILIE 1961 Heirat mit Eva Kinder: Wolfgang und Christian SKI-ERFOLGE (Von 1954 bis 1964 in der österreichischen Nationalmannschaft - nachstehend eine Auswahl der grössten Erfolge) 1952 Zell am See - Österreichischer Meister Jugendmeister 1956 * Lienz - 4-facher Österreichischer Juniorenmeister * Sieg in Zakopane 1957 * Sieg Bad Gastein, Abfahrt; „Vor-WM“ * Goldcup-Sieger in Davos/Parsenn 1958 * Wengen/Lauberhorn(SUI), 2. Slalom * Hahnenkamm-Rennen, 2. Slalom und 2. Kombination * Goldcup-Sieger in Davos/Parsenn 1959 *Österr. Meister, Abfahrt und Riesenslalom * Wengen/Lauberhorn, 2. Slalom * Gewinner vom „Weissen Band“ in St. Moritz (SUI) 1960 * Squaw Valley/USA Olympische Winterspiele/FIS Weltmeisterschaften: SILBERMEDAILLE im Slalom * Sieg in Sestriere(ITA) und Wengen/Lauberhorn * 2. Rang in der Kombination in Wengen/Lauberhorn * Nordamerikanischer Meister * USA Harriman Cup Sieger 1962 Sieg in Madonna di Campiglio 1964 Wengen/Lauberhorn, 2. Slalom 1966 Profi-Weltmeister Gesamtsieg 1967 Profi-Weltmeister Gesamtsieg 1968 Profi-Weltmeister Gesamtsieg BERUF Erlernter Beruf: Maurer 1954 - 1964 Österreichische Nationalmannschaft 1964 - 1972 Ski-Professional USA 1972 - 1974 TSV Trainer 1974 - 1976 ÖSV Techniktrainer 1976 - 1999 TSV Cheftrainer EHRUNGEN Sport-Ehrenzeichen des Landes Tirol in Gold

1955 Silberenes Ehrenzeichen für höchste sportliche Ehrenzeichen des K.S.C. 1957 Goldenes Ehrenzeichen für höchste sportliche Leistungen K.S.C. 1960 Goldenes Ehrenzeichen für besondere Verdienste K.S.C.

1960 Goldenes Ehrenzeichen mit Nummer des ASVÖ 1962 * 3-fache Ernst Gertsch Auszeichnung für gleichmäßigste Leistungen innerhalb von 3 Jahren beim Lauberhorn-Rennen in Wengen (SUI) * 2-facher Träger des Weißen Bandes, St. Moritz (SUI) Kombination 1976 Ehrenzeichen für 25 Jahre K.S.C.

1984 Tiroler Sportehrenzeichen des ASVÖ 1988 Ehrenzeichen des Tiroler Skiverbandes in GOLD 1995 Goldenes Ehrenzeichen vom Österreichischen Skiverband Ehrenzeichen in Gold mit Diamant vom Tourismusverband Kitzbühel 1991 Ehrenzeichen für 40 Jahre K.S.C. 1999 TSV Ehrenring 2001 K.S.C. Ehrenzeichen für 50 Jahre Mitgliedschaft

2011 K.S.C. Ehrenzeichen für 60 Jahre Mitgliedschaft

2013 Ehrenpreis für das Lebenswerk Skiarea Test

HIAS GANZ PERSÖNLICH: Hobby: Schifahren, Golf, Wandern

Gedanken zum Skirennsport einst und heute: Skirennsport einst und heute: Die Entwicklung vom reinen Amateur bis zum heutigen Profisport - Kameradschaft heute und früher?