HKR 2020

Zwei Hahnenkamm-Legenden und ihre Gondeln

22.09.2019

„Die offizielle Gondelübergabe für einen Hahnenkamm-Sieger gibt es erst seit rund zehn Jahren“, erklärte HKR-Boss Michael Huber, warum Eberharter und Weirather erst im Jahr 2019 zur Feier geladen wurden. Harti Weirather siegte 1982 mit einem neuen Streckenrekord auf der Streif. Bereits zwei Jahre zuvor stand er am Podium bei der Hahnenkamm-Abfahrt. Damals dachte noch niemand daran. Weirather ist mit seiner Firma WWP der Vermarkter der Hahnenkamm-Rennen.

Stephan Eberharter hat ein Hahnenkamm-Gams Trio zu Hause. 2002 siegte er im Super-G und in der Abfahrt, jedoch sein Sieg 2004, ein perfekter Lauf, bleibt unvergessen. Weitere dreimal stand er in der Gamsstadt am Stockerl.

KSC Präsident und HKR OK-Chef Michael Huber rief die Siege in Erinnerung: „Harti ist elfmal bei den Hahnenkamm-Rennen angetreten, immer nur bei der Abfahrt. Damals gab es intensive Schneefälle und er fuhr erstmals die Streif unter zwei Minuten. Sein Streckenrekord hielt bis 1992, bis der Schweizer Franz Heinzer kam.“ Damals gab es zwei Abfahrten, die erste gewann Weirather, am Folgetag war der Kanadier Steve Podborski schneller. „Harti wurde Siebenter, ich frag mich warum?“ 1982 gab es noch weitere Besonderheiten auf der Rennstrecke. Erstmals wurden die Sicherheitsmatten „Willy-Bags“ verwendet, bis dahin gab es nur Strohballen als Absicherung. Im Slalom wurden die Kippstangen erstmals eingesetzt. Der Schwede Ingemar Stenmark gewann mit drei Sekunden Vorsprung überlegen.

Huber, ein anerkannter Skihistoriker, erzählte auch über Eberharters Siege. „2002 siegte Stephan Eberharter gleich zweimal. Er gewann Super-G und Abfahrt, das ist nach ihm nur noch Hermann Maier und Didier Cuche gelungen. In diesem Jahr gab es auch erstmals die blaue Farbe für die Streckenmarkierung.“ Der Sieg 2004 blieb allen Skifans in Erinnerung und Eberharter erzählte: „Egal wo ich hinkomme, ich werde noch immer auf diesen Sieg angesprochen. Es war mein perfekter Lauf.“ Damals war es sonnig und es hatte Minus 13 Grad. „Das Publikum war fantastisch“, unterstrich Huber. Eberharter ging in der Gamsstadt 25 Mal an den Start. Er startete 14 Mal auf der Streif, fünfmal beim Super-G und sechsmal beim Slalom, somit hat er auch vier Kombinationswertungen.