HKR 2018

"Flink muss es gehen"

"Flink muss es gehen"
23.02.2016

Unverzichtbar für Ersthelfer Nach Unfällen wurde immer wieder diskutiert: Die Bindungen von verunfallten Rennläufern lassen sich nicht öffnen. Für Simon Lindner vom HKR-Pistenteam ein Grund darüber nachzudenken, wie man Verletzte schneller und einfacher vom Ski befreien könnte. Das Ergebnis war der „Wiesel“. Lindner konstruierte und hatte die Idee für den Bindungsöffner und Werkzeugbauspezialisten aus seinem Heimatort Oberndorf in Tirol, die Firma Wörgartner, setzten die Pläne um. Seit nun zehn Jahren gibt es den „Wiesel“ und die Bergrettung schätzt diese Erfindung sehr, da die Einstellungen der Skibindungen auf Rennskier extrem hoch ist und sonst niemand eine Chance hätte diese einfach händisch zu öffnen. „Motiviert wurde ich damals durch den ehemaligen FIS Chief Race Director Günther Hujara“, erzählt Simon Lindner. „Mittlerweile ist der ‚Wiesel‘ weltweit bei Speedbewerbe im Einsatz“. Die letzte Bestellung kam aus Südkorea, dort wurde der Bindungsöffner bereits für die Testbewerbe der Olympischen Winterspiele 2018 zum Einsatz gebracht. „Vor zehn Jahren kam der Wiesel bei uns erstmals zum Einsatz und ich bin stolz, dass ein HKR-OK Mitglied dieses innovative Gerät entwickelt hat und damit zur Vereinfachung einer Athletenbergung beiträgt“, berichtet HKR-OK Chef Michael Huber. „Flink muss es gehen und einfach muss es bei einer Bergung gehen. Deshalb habe ich den Öffner Wiesel genannt. Ein Wiesel ist klein und schnell“, erzählt der Erfinder. Am vergangenen Freitag, 19. Februar gab es in Oberndorf in Tirol ein Treffen bei dem man vom ersten Prototyp bis zur aktuellen Entwicklung die Geräte anschauen konnte und es wurde in einer gemütlichen Runde diskutiert. Der „Wiesel“ ist nicht nur bei Skirennen, vielmehr generell für Pistenrettungsteam bestens geeignet.