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Harti Weirather: „Sieg am Hahnenkamm ist das Größte“

Harti Weirather: „Sieg am Hahnenkamm ist das Größte“
23.01.2019

Während sich die Nachwuchsathleten beim Longines Future Hahnenkamm Champions Rennen über die Ganslernhang-Piste wagen, steht ein Mann im Zielgelände, der schon genau das erreicht hat, wovon alle Teilnehmer träumen: Hartmann „Harti“ Weirather ist seit 1982 ein waschechter Hahnenkamm Champion. Der Tiroler war zu seiner aktiven Zeit ein richtiger Abfahrtsspezialist und feierte insgesamt sechs Weltcupsiege. Wie uns der heute 60-Jährige versichert, hat der Sieg auf Streif aber einen ganz besonderen Platz in seinem Herzen. Wir sprachen mit Harti Weirather über das Longines Future Hahnenkamm Champions Rennen, seine Favoriten für die heurige Abfahrt und die besondere Beziehung zu Kitzbühel:

Hallo Harti, du stehst ja heute im Zielgelände des Longines Future Hahnenkamm Champions Rennens. Welchen Stellenwert räumst du dem Event ein?

Weirather: „Ich finde das enorm wichtig, denn die jungen Athleten sind die Zukunft. Immer wieder kommen aus diesem Rennen Weltklasse-Skirennfahrer raus. Daher ist es gut, dass sie heute schon einmal die spezielle Atmosphäre von einem HahnenkammRennen aufsaugen können. Die Jungs und Mädchen sind natürlich hoch motiviert, den Ganslernhang einmal runterzufahren – das ist ja logisch. Das gibt ihnen sicherlich einen riesen Motivationsschub, um weiterhin am Ball zu bleiben und dann irgendwann in die Weltspitze zu kommen.“

Das Nachwuchs-Rennen am Hahnenkamm ist seit seiner Einführung im Jahr 2001 schon ein richtiger Klassiker geworden. Wärst du gerne als kleiner Junge hier mitgefahren?

Weirather: „Ja, das wäre natürlich eine coole Sache gewesen, wenn es das damals schon gegeben hätte.“

Dafür bist du dann bei den „Großen“ mitgefahren – und zwar sehr erfolgreich: 1982 hast du die Abfahrt gewonnen. Wie ist deine Beziehung zur Streif?

Weirather: „Logischerweise ist es eine besondere Beziehung. Es ist für jeden Rennläufer das Größte, einmal am Hahnenkamm ganz oben auf dem Siegertreppchen zu stehen. Das ist wirklich neben den Olympischen Spielen das Highlight einer Skirennfahrer-Karriere.“

Wenn du heutzutage als Fan bei den Hahnenkamm-Rennen zusiehst, kribbelt es dann immer noch in den Beinen?

Weirather: (lacht) „Jedes Mal, wenn ich oben am Start stehe, denke ich mir: Gut, dass ich da nicht mehr runter muss.“

Wer sind denn heuer deine Favoriten auf den Abfahrtssieg?

Weirather: „Das ist ganz schwierig zu sagen, weil mindestens sechs, sieben Fahrer für den Sieg in Frage kommen. Die Italiener sind derzeit super, der Schweizer Beat Feuz ist gut drauf und auch unsere Fahrer sind aktuell sensationell. Da sind sicherlich drei, vier Athleten beim ÖSV, die gewinnen könnten. Ich traue mich da nicht, eine Prognose zu wagen.“

Die Sportmarketing-Agentur WWP, deren Gründer du ja bist, betreibt auch heuer wieder den bei Promis beliebten Kitz Race Club am Fuße der Streif. Mit dem Besuch welcher Legenden und Stars dürfen wir denn heuer rechnen?

Weirather: „Also, ich gehe davon aus, dass Arnold Schwarzenegger wieder kommen wird. Und auch ansonsten wird sicherlich der ein oder andere Promi da sein, das ist ja klar.“

Foto © K.S.C.