HKR 2020

Hiroyuki Aihara – der Zaunkönig von der Mausefalle

29.01.2020

Der ehemalige japanische Skirennläufer wurde am 5. Juni 1961 geboren. Bereits mit 19 Jahren fuhr er erstmals im Weltcup mit und beendete im Februar 1987, bei einem Abfahrtslauf in Furano (Japan) seine Karriere. Er wurde damals Neunter. Das war zugleich seine beste Weltcup-Platzierung. Aufsehen erregte er in seiner aktiven Karriere wohl durch seine zahlreichen Verletzungen. So hat er sich insgesamt siebenmal Knochenbrüche zugezogen, besonders ist der Sturz 1981 beim Lauberhornrennen in Wengen (Schweiz) in Erinnerung geblieben. Aber auch sein Sturz am 9. Jänner 1985 auf der Streif  war spektakulär.

Verwehrt blieb ihm ein Start bei olympischen Winterspielen. 1984, bei den olympischen Winterspielen in Sarajevo, wollte er unbedingt starten, musste allerdings seinem Teamkollegen den Vortritt lassen, weil Japan nur einen Startplatz vergeben konnte. Pech hatte er auch bei den Weltmeisterschaften: Dort konnte er leider verletzungsbedingt nie an den Start gehen. Insgesamt wurde er fünfmal japanischer Meister.

Bereits in seiner aktiven Karriere studierte er Sport– Aihara wollte ursprünglich Lehrer werden. Der Japaner wurde aber letztendlich Trainer, mit dem Ziel, junge Menschen zum Sport zu bewegen.  Hiro Aihara betreute in der Vergangenheit die japanische Jugend bei Großveranstaltungen. Der ehemalige Skirennfahrer wurde Mitarbeiter an der Tokai-Universität in Hokkaido, die unter anderem auch eine intensive Beziehung zu Österreich pflegt. So werden zum Beispiel regelmäßig Skikurse in St. Christoph am Arlberg abgehalten. Die Universität ist als Talentschmiede sehr bekannt: So haben dort auch Skispringergrößen, wie etwa Noriaki Kasai, studiert. Aihara ist nach wie vor an der Tokai Universität beschäftigt - der Sport ist weiterhin sein großes Anliegen.

Der Veranstalter der HKR, der Kitzbüheler Ski Club, ehrte nicht nur jene Athleten, die  es an die Spitze schafften. „Es gibt Rennläufer die nie ganz oben stehen aber auch an diese denken wir“, sagte HKR OK-Chef Michael Huber.

Rennfans ist er in Erinnerung – der Sturz beim Training 1985 von Aihara. Er stürzte mit der Startnummer 77  in der Mausefalle, schlug auf dem Staketenzaun mehre Salti und verlor seinen Helm. Er musste mit dem Helikopter ins Krankenhaus geflogen werden.

Umso mehr freute sich Aihara, dass er nun eine Einladung in die Gamsstadt erhielt und vor den Vorhang gebeten wurde. Er bekam einen Hahnenkammstein mit einer Miniaturnachbildung des damaligen „Stein des Anstoßes“, dem Zaun.


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