HKR 2019

Im Gespräch mit dem Rennleiter

Im Gespräch mit dem Rennleiter
24.01.2019

Mario Mittermayer – Weinhandl

Der in Bayern lebende Kitzbüheler übernahm im Sommer den Posten des Rennleiters bei den HKR, damit löst er Axel Naglich, der die letzten drei Jahre als Rennleiter im Einsatz war, ab. Mario startete als Trainer beim KSC und wechselte dann zum Deutschen Ski Verband (DSV). Dort nahm er als Herren-Techniktrainer unter anderem Felix Neureuther und Linus Strasser unter seine Fittiche.

Wir haben am Abend nach dem ersten WC Abfahrtstraining den neuen Rennleiter Mario Mittermayer-Weinhandl getroffen und nach seinen Aufgaben als Rennleiter, seinem Traum selbst Abfahrer zu werden und nach dem perfekten Hahnenkamm-Rennwochenende gefragt.

Mario, wie sieht der Tag eines Rennleiters aus?

Mittermayer - Weinhandl: „Ich bin eigentlich am liebsten den ganzen Tag am Berg. Grundsätzlich ist man als Rennleiter für alles verantwortlich, was so am Berg passiert, also Piste, Sicherheit Aufbau, sprich Netze und so weiter. Sehr erfahrene Leute wie Voithofer Herbert, Hauser Tom und auf der Slalomseite der Lindner Stefan sind hier am Werk, die sehr viel abnehmen, beziehungsweise alles machen. Man bespricht und tauscht sich aus. Unsere Erfahrungen teilen wir, ich bringe meine Eindrücke, die ich als Trainer im Weltcup gemacht habe, mit ein. Darum bin ich einfach viel am Berg und schaue, dass ich dort mit dabei bin.“

Wie sind die Pistenbedingungen?

Mittermayer - Weinhandl: „Brutal gut. Trotz dieser Schneemengen haben die Männer am Berg das richtig gut hinbekommen. Es war nicht einfach zu bewältigen. Im Vorfeld hat man die Befürchtung, dass es zu unruhig wird, weil so viel Schnee zum Präparieren, beziehungsweise zum beseitigen ist. Aber heuer ist es richtig gut. Gerade unten entlang der Hausbergkante, Einfahrt in die Traverse und Kompression ist sehr gut.“

Wie schaut das perfekte Hahnenkamm- Rennwochenende für dich aus?

Mittermayer – Weinhandl: „Das perfekte Hahnenkamm- Rennwochenende schaut für mich so aus, dass es für die Zuschauer und für die Welt draußen ein spannendes, spektakuläres Rennen ist, das diesen großartigen Abfahrtssport zeigt und es keinen Verletzten gibt. Keine Stürze und keine Verletzten - das wäre für mich das perfekte Hahnenkamm- Rennwochenende!“

Du kommst vom Skisport, war es einmal dein Traum, die Streif zu bestreiten?

Mittermayer - Weinhandl: „Ja, immer. Ich wollte als Junge immer Abfahrer werden. In jedem Freundebuch, in dem ich mich eingetragen habe, steht unter Berufswunsch: „Abfahrer“ drinnen. Genau aus dem Grund ist das für mich eine unglaubliche Ehre für meinen Kindheitstraum hier ein Teil zu sein. Schöner geht es eigentlich nicht, wenn man für eine Herzensangelegenheit arbeiten darf.“

Foto © K.S.C.


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