HKR 2018

KitzCharityTrophy 2017

Der 75. Geburtstag der Hahnenkamm-Rennen ist Geschichte. Dafür steht 2017 das 20-Jahr-Jubiläum der KitzCharity Trophy an. Das Benefiz-Baby, 1996 aus der Taufe gehoben, ist ausgewachsen. „Korrekterweise ist’s aber nicht mein Kind“, will sich Dr. Klaus Reisch, 88, Anwalt von Beruf und Hausherr im Zielgelände, nicht mit fremden Federn schmücken. „Die Zündung kam von der WWP“, genau genommen von Burghard Hummel, der die Trophy gemeinsam mit Ex-VW-Boss Dr. Bernd Pischetsrieder und Ex-Formel-1-Star Gerhard Berger ins Leben rief. Reisch: „Mich hat die Idee begeistert. Ich hab alles zur Verfügung gestellt, von Grund und Boden bis zur Verpflegung!“

Das war er also, der Anfang der Erfolgsstory. An Promis hat es in Kitzbühel nie gefehlt seit Toni Sailer, Skiheld und Filmstar. Und alle spielten mit: Speed- und Ski-Größen, Wirtschaftsgranden, High Society. WWP-Gründer Harti Weirather: „Wo so viel interessante Leute zusammenkommen, war es logisch, neue Attraktionen zu bieten.“ Charity also. Aber zu welchem Zweck? Das war für die Herren im Einvernehmen mit Reisch schnell geklärt: „Ich komm aus einer Bauern­familie“, erinnert Harti an seine Wurzeln. „Ich weiß, wie viel Elend es bei Tiroler Bergbauern gibt. Für die wollten wir mit der KitzCharity Trophy was tun!“ In Nord-, aber auch in Südtirol. Dr. Reisch: „Sterzing ist die Schwesterstadt von Kitzbühel. Und ich war in Kriegsjahren in Südtirol im Ernteeinsatz!“ Reisch hat früh gelernt, auch kräftig anzupacken. Jetzt spielt er als Anwalt der Hilfsbedürftigen gern den Oberschiedsrichter, wenn das Start­signal ertönt. „Meine Torrichter“, sagt er, „sind Ecclestone und Lauda. Und keiner spendet mehr als Bernie!“ Kurzum, die Formel-1-Legenden geben Gas, was Charity betrifft. Bezahlt wird für keinen, auch wenn er ein Superstar ist. Darauf ist Reisch so stolz wie auf Mitarbeiter, die sich „die Füße wund laufen“ und „Zeit vom Mund absparen“. Wie die Sozialpädagogin Evi Noichl-Klingler, „die in ganz Tirol Bauern in Not aufsucht. Sie schlägt die Auswahl vor, die Entscheidungen treffe ich.“ Die Effizienz der Charity, bei der heute Red Bull-Boss Dietrich Mateschitz sowie Pischetsrieder und Berger als Schirmherren fungieren, belegt Reisch statistisch: „Nur einmal mussten wir eine Familie zweimal unterstützen – wegen eines Schicksalsschlages.“ Nach 19 Jahren kann man also getrost sagen: Das Rennen um wohltätige Zwecke hat sich ausgezahlt. Beim diesjährigen Charity Race am 21.01. sind 150.000€ für in Not geratene Bergbauernfamilien aus Tirol und Südtirol zusammen. 

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