HKR 2018

Peter Fill: "Ich würde auf Dominik Paris setzen"

Peter Fill, wie fühlt es sich an, als Abfahrtssieger wieder nach Kitzbühel zu kommen? Genauso gut wie sonst auch, ich komme immer gerne nach Kitzbühel, das ist immer ein lustiges Wochenende. Die Strecke selbst ist zwar kein Spaß, sondern eine große Herausforderung. Aber nach meinem Sieg letztes Jahr hab ich viele positive Erinnerungen, insofern bin ich sehr motiviert. Wenn du dich an das Rennen 2016 erinnerst, bei dem viele deiner Kollegen ja auch gestürzt sind, wie hat es sich angefühlt, lange als Führender unten zu stehen?  Stürze gehören in unserem Sport dazu und wenn man sich die vergangenen Rennen anschaut ist letztes Jahr sicher nicht mehr passiert als sonst auch. Aber es gibt natürlich angenehmeres, als unten zu stehen und zu sehen, wie es Hannes (Reichelt, Anm. d.Red.) oder Axel (Lund Svindal, Anm. d.Red.) schmeißt. Ich hab's dennoch sehr genießen können, es war ein großes Fest für mich. Und dieses Jahr? Spürt man als Sieger mehr Druck oder ist man eher entspannter?  Ich glaube, dass Letzteres der Fall ist. Den ganz großen Druck hat man nicht mehr, mein Traum ist schon in Erfüllung gegangen. Aber nichtsdestotrotz will man das Gefühl, bei der Siegerehrung dabei zu sein, unbedingt wiederhaben. Am Montag sind die Europacup-Fahrer auf der Streif unterwegs gewesen und haben davon erzählt, wie wichtig Erfahrung auf der Streif ist. Siehst du das genauso? Es ist eine der ganz wenigen Strecken im Weltcup, wo das so ist. Du kannst dich in Kitzbühel als junger Athlet mit vollem Risiko runtertrauen, aber du wirst damit vielleicht ein von zehn Mal Erfolg haben. Gleichzeitig riskiert man sehr viel und sollte sich als Junger immer des Risikos bewusst sein, wir Erfahrene wissen da vielleicht schon besser, wo wir runterfahren müssen. Wen würdest du dieses Jahr bei der Abfahrt gerne neben dir auf dem Podest sehen? Ich denke, dass die Strecke von den Österreichern Hannes Reichelt am besten liegt. Und sonst würde ich auf Dominik Paris setzen. 

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