HKR 2018

„Wir ruhen uns nicht auf Lorbeeren aus“

23.01.2018

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Österreichs größtes Sportfest 2018 ist Geschichte, zumindest für die Zuschauer und Athleten. Seitens der Veranstalter geht es intensiv weiter. Alles muss wieder an den richtigen Platz gebracht werden. Durch den starken Schneefall ist der Abbau besonders intensiv.

Die Fragen die an die HKR-Mitarbeiter gestellt werden klingen, für das Team kurios: „Was macht ihr nächste Woche, ihr werdet wohl jetzt Urlaub machen!“ Mitnichten, jetzt gilt es, aufzuräumen, abzurechnen, zu ordnen und vieles mehr. Freie Tage gibt es für einen Großteil der Mitarbeiter nicht.

Es sind jedoch alle voll motiviert und zeigen höchsten Einsatz. Für alle OK-Mitglieder sind die Rennen am Hahnenkamm Leidenschaft, Freundschaft und auch „Familie“. „Wir sind stolz, solch engagierte Teammitglieder im OK zu haben“, freut sich Michael Huber, OK-Chef und Präsident des Kitzbüheler Ski Club. „Der letzte Tag eines Rennens ist der erste Tag der nächsten Auflage der Hahnenkamm-Rennen!“

„Der Schneefall erschwert unsere Arbeit!“

Das Stadionteam ist am meisten gefordert. Binnen kürzester Zeit müssen die Tribünen, Container, Videowände, TV-Türme und vieles mehr abgebaut sein. Nun ist alles im Schnee versunken und das macht die Arbeiten richtig schwierig. „Wir müssen teilweise nach den Sachen unter dem Schnee suchen“, erzählt Mandi Goller. „Alles muss vom Schnee befreit werden und dann können erst die Arbeiten beginnen. Es ist kalt, feucht und für die Feinheiten muss ohne Handschuhe gearbeitet werden!“ Schlechtwetter verhindert zudem Hubschrauber-Transporte.

Dazu gehören die Bauten im Startbereich, die Scheinungen der Starthäuser, Aufwärmzelte und die große Energy-Station. „Unglaublich, innerhalb einer Woche muss alles sauber sein, wir wollen alles perfekt machen und kämpfen derzeit gegen die Schneemassen.“

„Der Berg ist unser Fitnesscenter“

Der Abbau der Netze, Airfence und diversen Sicherheitseinrichtungen sollte in fünf Tagen abgeschlossen sein. „Die Schneemassen machen derzeit unsere Arbeit schwierig“, sinniert Tom Voithofer vom Rennstrecken-Begrenzungsteam. Entlang der Netze wird mit Schaufeln aufgegraben, damit man bis zum Bodenseil kommt, um die Abspannungen zu lösen. Die B-Netze werden sauber aufgerollt, getrocknet und verstaut. Auch die Materialkontrolle kommt nicht zu kurz.

„Wir gehen pfleglich mit allem um, jedes Stück muss gewartet werden.“

Hunderte Schaufeln, Rechen, Bohrmaschinen und so weiter kommen nun in die Lager, auch sie werden inspiziert und bei Bedarf ausgetauscht. Dazu kommen Torstangen, PVC-Stangen, Netze, Planen, Bodenteller und vieles mehr.

„Es wird alles aufgearbeitet, was aus zeitlichen Gründen liegenblieb!“

In den Büros geht es ebenso geschäftig zu. Die Aufbauten im Renn-, Presse-, Ticket- und Organisationsbüro sind innerhalb eines Tages „ausgelöscht“.  Alles wird in das Hauptbüro des Kitzbüheler Ski Club zurücktransportiert. Es warten Abrechnungen, Statistiken, unzählige Zettel darauf, dass sie aus den Transportkisten kommen und bearbeitet werden.

„Zeit für Urlaub und freie Tage haben wir nicht“

Einstimmig sagen alle OK-Mitglieder: „Jetzt müssen wir nochmals richtig anpacken, es nützt nichts, für uns ist es noch nicht zu Ende!“ Andererseits werden bereits die ersten Meetings für die Nachlese angesetzt. So gehen die Arbeiten rund um das Jahr. Umso mehr freuen sich alle Mitglieder des Organisationskomitees über Lob. Sie haben es sich verdient! Trotzdem sagen alle: „Wir ruhen uns nicht auf Lorbeeren aus


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