HKR 2023

Besuch aus Andorra auf dem Ganslernhang

16.01.2023

Seit Montag arbeitet Stefan Lindner und sein Slalom-Team in voller Besetzung am Ganslernhang. Zuerst wurde der Hang „durchlöchert“, damit die Kälte in die bis zu 50 Zentimeter hohe Schneeauflage ziehen kann.

Die Sonne lachte über dem Zielraum am Ganslern, als sich das 25-köpfige Team am Montagmorgen zur Einsatzbesprechung traf. Pistenchef Stefan Lindner freute sich über eine vollzählige, fröhliche und motivierte Mannschaft und der Oberndorfer stellt in Aussicht: „Wir gehen voller Zuversicht in die Rennwoche und freuen uns auf ein spannendes Hahnenkamm-Wochenende mit einem super Finale auf dem Ganslernhang.“

Fortgesetzt wurden die – vor Weihnachten begonnenen – Präparierungen direkt am Starthang, wo der präzise getaktete Ablauf ans Fußballtraining erinnerte. Ein Sextett hievte einen etwa 50 Meter breiten Injektionssprühbalken Stück für Stück talwärts. Alle drei Sekunden ertönte der Pfiff aus einer Trillerpfeife – das Kommando, den Sprühbalken wieder rund 20 Zentimeter weiterzubewegen. Bis zum Feierabend war der gesamte Ganslernhang eingesprüht und übersäht mit Tausenden feinen Löchern. Stefan Lindner erklärt den Vorgang: „Es geht uns dabei weniger darum, Wasser in die Strecke zu bekommen, sondern diesmal viel mehr um die (Anmerkung: 20 bis 30 Zentimeter tiefen) Löcher. Durch die zieht Kälte in die Schneeauflage, die vor dem Neuschnee kommen sollte. Mit der Folge, dass wir einen kompakten und homogenen Pistenblock herstellen, von dem sich der etwaige Neuschnee gut rausräumen lassen wird.“

Mit der Entwicklung des Ganslern, seit den ersten Präparierungen Mitte Dezember, ist Stefan Lindner trotz der milden Temperaturen zu Weihnachten und Anfang Jänner sehr zufrieden: „Mithilfe der Bergbahn sowie dem Einsatz der Pistenmaschinen-Fahrer und unserem Kernteam haben wir eine echt gute Schneeauflage hingebracht. In der Rennlinie haben wir 40 bis 50 Zentimeter Maschinenschnee.“ Schwer zu fahren ist der Ganslernhang immer, aber heuer dürfte die Herausforderung noch eine Spur größer werden: So unverkennbar (und spürbar) wie heuer, sind die vielen Streckenübergänge nur selten.

Über die Schultern geblickt wurde Stefan Lindners Slalom-Team von den Organisatoren des Weltcupfinales von 13. bis 19. März in Soldeu und El Tarter in Andorra. Das Trio rund um Santi Lopez ist mehrere Tage bei den Hahnenkamm-Rennen zu Gast und möchte seinen Erfahrungsschatz in Sachen Präparierung und Rennablauf erweitern: „Wir besuchen mehrere Weltcupstationen und sehen uns unterschiedliche Präparierungen an. Hier in Kitzbühel lernen wir von den Besten“, sagt Santi Lopez. 

Foto © K.S.C./alpinguin


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