HKR 2019

Interview Klaus Kröll 19.01.19

20.01.2019

Im Zuge der Europacup Abfahrt trafen wir uns mit Klaus Kröll, Streif Super-G Sieger 2009 und jetziger Trainer der österreichischen Nachwuchsathleten. Wir sprachen mit ihm über seine neue Funktion und das Saisonhighlight seiner Athleten auf der Streif:

Wie war dein Gefühl heuer das erste Mal in neuer Rolle auf der Streif zu stehen?

Klaus: Es ist natürlich immer ein besonderes Erlebnis hier nach Kitzbühel, auf die Streif, zurück zu kommen. Für mich persönlich ist es sehr spannend die jungen Athleten zu sehen wie sie Schritt für Schritt an den Weltcup herangeführt werden. Natürlich kommt da kurz ein Kribbeln auf und ich denke daran noch einmal selbst hinunter zu fahren aber nach 2 Jahren „Skipension“ bin ich froh, dass ich die Streif nicht mehr bezwingen muss. (lacht)

Kitzbühel ist für die Europacupathleten etwas Besonderes, wie bereitest du sie darauf vor?

Klaus: Da hast du Recht, Kitzbühel ist in der Europacup Saison das absolute Highlight, jedoch geht es bei den Europacupfahrern Schlag auf Schlag und es bleibt nicht viel Zeit sich besonders auf das Hahnenkammrennen vorzubereiten. Das Wichtigste für die Athleten ist das sie schon eine oder mehrere Abfahrten in der Saison bestritten haben, um in Kitzbühel die nächste Stufe zu erreichen.

Als ehemaliger Athlet, was kann man jungen Athleten vor dem Start auf der Streif mitgeben?

Klaus: Gerade für junge Athleten die das erste Mal auf der Streif sind, ist es natürlich eine gewisse Art von Überwindung, da ist es wichtig sie zu beruhigen und ihnen in Erinnerung zu rufen, dass sie geniale Skifahrer sind. Natürlich mache ich ihnen auch klar, dass die Streif auch im Europacup nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist und dass sie voll fokussiert an die Sache heran gehen müssen.

Wie findest du es das Europacup Athleten nach 2017 das zweite Mal die Möglichkeit bekommen die Streif zu fahren?

Klaus: Ich finde es äußerst wichtig solche Strecken wie die Streif in den Europacup einzubauen. Der Sinn dahinter soll ja sein Europacupathleten den Anschluss an den Weltcup zu erleichtern und näher als in Kitzbühel kann man einen Europacup Athleten nicht an den Weltcup bringen.

Aus der Sicht eines Trainers, bist du mit der Streckenführung für den Europacup zufrieden?

Klaus: Die Streckenführung ist meiner Meinung nach genau richtig. Es wäre nicht sinnvoll Europacupathleten von ganz oben starten zu lassen, da sie in der restlichen Saison nie solche weiten und hohen Sprünge, wie bei der Mausefalle, bewältigen müssen.

Danke für das Gespräch

Foto © K.S.C.


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