HKR 2020

Karl Koller – Eine Legende auf Skiern

19.01.2020

Er war ein Idealist, ein Pionier, ein Visionär und vor allem Eins: Ein großer Skifreund.

In Kitzbühel setzte er zahlreiche Meilensteine, sportlich holte er als erster Hahnenkammsieger nach dem Krieg Gold. Selbst sagte er dazu, er könne sich an dieses Rennen erinnern, als wäre es gestern gewesen:

„Es war schon zu dieser Zeit die Abfahrt das Ereignis, allerdings wurden weder die Piste präpariert, noch gab es entlang der Strecke irgendwelche Sicherheitseinrichtungen.“

Auch die Abfahrt an sich war etwas anders als heute: Zwischen Start und Ziel gab es keine Tore, jeder Teilnehmer konnte sich seine Linie selbst auswählen.

1947 legte Koller die Skilehrerprüfung ab, auch für die Skischulen Kitzbühel war er ein großer Vorreiter: 1950 rief er eine neue Form der Skischule ins Leben, er bestand auch auf einheitliche Bekleidung aller Skilehrer (roter Pullover, schwarze Hose), was ihnen den Spitznamen „Rote Teufel“ einbrachte. Auch das Skifahren für Kinder brachte er in die Skischulen: Auf spielerische Weise wurden Kinder in der ersten Kinderskischule durch ihn unterrichtet.

Von 1953 bis 1955 war Koller Präsident des Kitzbüheler Ski Clubs. Anschließend (1968 bis 1972) übernahm er die Rolle des Obmanns des Kitzbühel Tourismus, sowie parallel dazu jene des Präsidenten des österreichischen Skilehrerverbandes und des Vizepräsidenten des Welt-Skilehrerverbandes.

4 Jahre später gründete er seine eigene Kinder-Skischule „Kollerland“ und war Autor mehrerer Bücher, darunter die Erinnerung „Kitzbühel zu meiner Zeit“.

Zudem gingen auch Fahrtechniken wie jene mit Kurzski, zahlreiche Patente und das Neujahresfeuerwerk in Kitzbühel auf Kollers Initiative zurück.

Koller ist stolzer Träger von fünf Ehrenzeichen, darunter jenes des Kitzbüheler Ski Clubs und das Hahnenkamm-Ehrenzeichen in Gold.

Der Skisport und Koller: Eine 100-jährige Erfolgsgeschichte.

Foto © Archiv Koller


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