HKR 2023

Modellierung mit einem 13-Tonner

08.01.2023

Die Jänner-Temperaturen pendeln sich wieder im Normalbereich ein und das hilft auch bei den Arbeiten auf der Streif. Am Wochenende etwa in der Karussell-Kurve.

Viele strahlende Gesichter sieht man am Wochenende auf der Streif. Die positive Schneekontrolle am Freitag war nicht nur ein Stimmungsaufheller, sondern auch eine Bestätigung für die guten Vorarbeiten, die gemeinsam mit der Bergbahn Kitzbühel seit Dezember erfolgt sind. Am Samstag standen u. a. Arbeiten unterhalb der Mausefalle und in der Einfahrt in den Steilhang auf dem Programm. So wurde etwa die Karussell-Kurve – die in den Steilhang führt – „endmodelliert“, wie es Streif-Pistenchef Herbert Hauser beschreibt. Dafür raut erst eine Pistenmaschine den Schnee auf, ehe der Schnee mit Wasser vermischt wird und schließlich das 13 Tonnen schwere Fahrzeug den Streckenabschnitt mit der Fräse finalisiert. Dieser Vorgang dient der Verdichtung der Schneestruktur, denn umso komprimierter die Schneestruktur, umso höher ist das Schneegewicht und umso höher das Schneegewicht, desto kompakter ist die rennfertige Piste. Der gewünschte Effekt: Je kompakter eine Rennstrecke ist, desto höher sind die Chancen auch für Athleten mit höheren Nummern noch eine gute Platzierung zu erzielen.

Während die Karussell-Kurve von Patrick im Cockpit der Pistenmaschine und dem Team von Herbert Hauser fertig modelliert wird, bringt ein Hubschrauber eine Schneekanone in den Steilhang und drei in die Querfahrt: „Sollten wir die Möglichkeit bekommen, frischen Schnee zu produzieren, möchten wir sie nützen“, sagt Herbert Hauser und spielt auf die sinkenden Temperaturen an. Auf der Streif liegt zwar ausreichend Schnee, aber die Verbindung von altem mit neuem Schnee würde die Kompaktheit der Auflage noch weiter erhöhen. Ab Montag arbeiten das Pisten- (40 Personen) und das Sicherheitsteam (30) in Vollbesetzung auf der Strecke. 

Foto © K.S.C./alpinguin


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